Vielfalt ist ein Menschenrecht
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
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Mainz (kobinet) Vielfalt ist ein Menschenrecht und Diskriminierung ein Angriff aufs Grundgesetz", so bringt es die rheinland-pfälzische Familienministerin auf den Punkt. "Für Kinder und Jugendliche ist Vielfalt kein Thema, sondern selbstverständlich. Dabei können sie sich auf den Schutz durch die Gesellschaft und unseren Staat verlassen. Denn unser Grundgesetz verspricht, dass alle Menschen im Rahmen des Rechts so sein können, wie sie sind. Diese Zusage wird derzeit angegriffen – rechtsextremes Gedankengut und menschenverachtende Standpunkte werden unverhohlen geäußert, der Wind ist rauer geworden. Dazu sagen wir: Nein, so nicht", erklärte die rheinland-pfälzische Familienministerin Anne Spiegel zur Eröffnung des 3. Ländertreffens der Antidiskriminierungs- und Vielfaltsstellen in Mainz.
"Wir streiten für die Menschenrechte. Sie sind unteilbar und nicht verhandelbar", so Anne Spiegel und wagt einen Blick in eine beliebige (fiktive) zehnte Klasse irgendwo in Rheinland-Pfalz: Emma liebt Inline-Skates, Tim fährt Rollstuhl, Lara hat sich in Paul verguckt und Felix in Lars, Aisha glaubt an Allah und trägt Kopftuch, Marie ist Atheistin und will Astrophysikerin werden und Amir versteht Mathe, aber kein Deutsch. Egal, ob im Parlament, in Talkshows oder auf der Straße, so Ministerin Spiegel weiter, es muss für Menschenrechte gestritten werden, notfalls lautstark und mit Vehemenz. "Uns muss nicht gefallen, wie jemand ist. Wir müssen aber jeden und jede so akzeptieren wie er oder sie ist. Wir treten für Zusammenhalt und Akzeptanz in unserer Gesellschaft ein, damit alle Menschen so leben können, wie sie es möchten. Antidiskriminierungs- und Vielfaltspolitik gestalten die Rahmenbedingungen für eine vielfältige Gesellschaft. Sie tragen dazu bei, dass niemand vergessen oder zurück gelassen wird", erklärte Anne Spiegel, "denn es geht buchstäblich jede und jeden an.“
Die Ländertreffen dienen dazu, sich über Inhalte, Wege und Instrumente auszutauschen, um Diskriminierung zu verhindern, Akzeptanz zu stärken und voneinander zu lernen: Wie muss das Recht weiterentwickelt werden, damit es den Menschenrechten besser dienen kann, welche Maßnahmen helfen, um sie besser lebbar zu machen, wie leisten wir gute Überzeugungsarbeit für die Menschenrechte? Der Dialog wird fortgesetzt. "Und was sehen wir vielleicht in zehn Jahren?", so das Gedankenspiel von Anne Spiegel. Emma fährt täglich mit dem Rennrad zur Arbeit, Tim studiert Bauingenieurwesen, Felix hat Manolo gefunden und Lars wird ihr Trauzeuge, Aisha macht Poetry-Slam, Marie sucht nach immer ferneren Galaxien und Amir hat seine Doktorarbeit in Mathe begonnen. So oder auch ganz anders kann diese Geschichte weitergehen. Und dafür lohnt es sich."

Von kirsti
Zitat aus obigem Beitrag:
„Die rheinland-pfälzische Familienministerin bringt es auf den Punkt“:
„Denn unser Grundgesetz verspricht, […] alle Vielfalt ist ein Menschenrecht und Diskriminierung ein Angriff aufs Grundgesetz", […] „Für Kinder und Jugendliche ist Vielfalt kein Thema, sondern selbstverständlich. Dabei können sie sich auf den Schutz durch die Gesellschaft und unseren Staat verlassen. Denn unser Grundgesetz verspricht, dass alle Menschen im Rahmen des Rechts so sein können, wie sie sind.“ Zitatende
Ich frage mich, was diese Allgemeinplätze im Konkreten bedeuten.
Wenn man sich, wie bei uns im Bundesland Rheinland- Pfalz geschehen, auf diese Aussagen verlässt, wird man mit eben diesen Floskeln - und es sind nichts anderes als Floskeln - abgespeist: Denn das wissen und wussten wir auch schon vor unserem Abenteuer „Rheinland-Pfalz“:
„Unser Grundgesetz verspricht, dass alle Menschen im Rahmen des Rechts so sein können, wie sie sind.“ Gegenfrage: Wie sollen die Menschen denn sonst im Rahmen des Rechts anders sein, als wie sie sind?
Welch hehre Erkenntnis! Und das aus dem Munde einer Familienministerin eines Bundeslandes!
Ich lade Sie; Frau Ministerin, herzlich zu uns nach Hause ein, um mit eigenen Augen zu sehen und Ohren zu hören, was aus diesem „Menschenrecht“ für unsere Familie geworden ist:
„Diskriminierung“ und „ein Angriff aufs Grundgesetz" vom Feinsten! Wir haben auf Ihr Wort oder das Wort Ihrer Vorgängerin umsonst vertraut!,