Netzwerktreffen der Beauftragten zu Migration Behinderter
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoğuz, haben gestern Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft zu einer Netzwerkkonferenz "Migration und Behinderung" eingeladen. Ziel der Konferenz im Berliner Kleisthaus war es, mit herausragenden Akteur*innen, die an der Schnittstelle Migration und Behinderung arbeiten, aktuelle Herausforderungen zu diskutieren und Impulse für politisches Handeln zu geben.
Zu den rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zählten Manfred Lucha, Minister für Soziales und Integration Baden-Württemberg und Vorsitzender der Integrationsministerkonferenz der Länder, Ralph Tiesler, Vizepräsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und Dr. Susanne Schwalgin vom Verein Handicap International. In ihren Impulsvorträgen machten sie die besonderen Bedürfnisse von Migrant*innen und Flüchtlingen mit Behinderungen deutlich.
Verena Bentele erklärte: "Mit diesem Netzwerktreffen wollen wir die Verantwortlichen auf der politischen Ebene in einem besonderen Maße für die Menschen mit Einwanderungsgeschichte und Behinderungen sensibilisieren. Ob Flüchtlinge oder Menschen, die schon lange in Deutschland leben: Noch immer gibt es Schwierigkeiten beim Erkennen und Decken der Bedarfe dieser Gruppe, bei der Gesundheitsversorgung und auch bei der Teilhabe. Häufig ist der Zugang zum Hilfesystem für Migrant*innen mit Behinderungen noch zu schwierig." Staatsministerin Aydan Özoğuz sagte: "Wir brauchen sowohl die interkulturelle Öffnung der Behindertenhilfe als auch die Inklusion in der Integrationsberatung. Einerseits sind unsere Beratungs- und Hilfestrukturen zu wenig bekannt oder vertraut, andererseits fehlen passende Angebote zum Beispiel bei Integrationskursen oder den Beratungsstellen der Kommunen und der Verbände. Unser Ziel ist es, eine möglichst gleichberechtigte Teilhabe auch für Menschen mit Einwanderungsgeschichten und Behinderungen zu gewährleisten."
Bereits im Sommer 2016 hatten die beiden Beauftragten ein Werkstattgespräch zu dem Thema veranstaltet, um die große Schnittmenge zwischen Integration und Inklusion zu verdeutlichen. Damals waren vor allem Expertinnen und Experten aus Selbsthilfeorganisationen und Wohlfahrtsverbänden beider Bereiche zusammengekommen, um über die Bedarfe und Barrieren von Menschen mit Beeinträchtigungen und von Migrant*innen und Flüchtlingen zu sprechen. Die Erkenntnisse aus dieser Runde bildeten die Grundlage für die heutige Veranstaltung.

Von Sven Drebes
@Tontom:
An Geld mangelt es nicht. Schon 2011 wurden laut dem Teilhabebericht 2013 von diversen staatlichen Stellen rund 43 Milliarden für Reha-, Teilhabe- und Pflegeleistungen ausgegeben. Inzwischen werden es rund 50 Milliarden sein. Dazu kommen noch einige Milliarden für Förderschulen, Steuerbefreiungen für und Spenden an Einrichtungsträger (einschließlich dadurch verursachte Steuer-Mindereinnahmen) Bufdis, etc. pp. Die Milliarden werden nur falsch ausgegeben.
Und selbst wenn es zu wenig wäre, können Sie sicher sein, dass kein Cent mehr fließen würde, wenn es keine Geflüchteten gäbe.
Also, spielen Sie nicht zwei ausgegrenzte Gruppen gegeneinander aus, bzw. fallen Sie nicht auf die rein, die versuchen, das zu tun!
Von Tomtom
Na dann kann die "gute" Verena doch die "gute" Aydan mal fragen, ob von den 30-45Millarden , die von 2015-2017 für Migration eingeplant wurdén , nicht vielleicht mal 10Millarden für die Bhinderteninklussion/-arbeitsförderung "übrig" sind ! Das Bundesbürger um ihre Rechte betteln müssen , während Nichtsolche ihre Vermeintlichen gerichtlich einklagen , ist ja zeitgemäß . ( Sarkasmus würzt !)