Mit Hund und viel Spaß unterwegs

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Emoji Blinder Mensch mit Hund
Emoji Blinder Mensch mit Hund
Bild: Aktion Mensch e.V.

Teilnehmer der Doxaid-Schneeschuhwanderung

Teilnehmer der Doxaid-Schneeschuhwanderung

Tettenweis/Zwiesel (kobinet) Mit Hund und viel Spaß waren kürzlich die Mitglieder des Dogxaid e. V. (unabhängiger Selbsthilfeverein zur Förderung der Mobilität durch Blindenführ- und Servicehunde aus Tettenweis) und des Alpenvereins Pocking am Wochenende bei einer gemeinsamen Schneeschuhwanderung für blinde und sehende Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Bayerischen Wald unterwegs. Diese Veranstaltung ist bereits zur guten Tradition geworden.

"Wir veranstalten ein solches Aktivwochenende im Schnee bereits zum neunten Mal", sagt Peggy Jacob. Die blinde Frau aus Leipzig ist Mit-Organisatorin bei Dogxaid und ergänzt: "Wir investieren viel Herzblut in die Vorbereitung. Spannend bleibt es bis zuletzt. Oft ergeben sich kurzfristig Änderungen, die es dann noch zu meistern gilt."

Der diesjährigen Gruppe gehörten 16 Teilnehmer aus vier Bundesländern an, acht davon blind bzw. sehbehindert. Sechs Mitwanderer waren zum ersten Mal dabei. Sie wurden schnell integriert. Dafür bot ein gemeinsamer Spaziergang nach Ankunft in der Zwieseler Pension und die Vorstellungsrunde am Abend beste Gelegenheit. Zwei Vierbeiner, einer davon Blindenführhund, fühlten sich im gut gemischten Wanderrudel ebenfalls wohl. Die Wanderung führte vom Zwieseler Waldhaus zur Ruckowitzschachten und zum Totenbrettl und war auch für ungeübte Wanderer gut zu bewältigen. Der zweite Tag war einem geführten Stadtrundgang in Zwiesel vorbehalten, bei dem es viel zu Hören und zu Ertasten gab.

Das Wochenende wurde von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern als schönes Erlebnis eingeschätzt und das trifft nicht nur auf die sehbehinderten Teilnehmer zu. So hob Franziska Brunnbauer, die als sehende Begleiterin vom Alpenverein an der Wanderung teilnahm, hervor: "Ich entdecke beim Erklären selbst sehr viel, auf das ich vorher nicht geachtet hätte. Für mich ist das Wandern mit blinden Menschen eine bereichernde Erfahrung!"