Inklusion vor die Wand gefahren?

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

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Bild: ht

Köln (kobinet) Nach einem Offenem Brief gegen Wahlkampfpolemik in Nordrhein-Westfalen wollen Elternvereine mit dem christdemokratischen Spitzenkandidaten Armin Laschet sprechen. Die Inklusion in den Schulen ist für die Opposition im bevölkerungsreichsten Bundesland zu einem beliebten Wahlkampfthema geworden. Angesichts zahlreicher Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Menschenrechts auf inklusive Bildung lässt sich hier leicht mit markigen Sprüchen und vorgeblich einfachen Lösungen punkten, befürchten heute in einer Pressemitteilung 22 Elternvereine für Gemeinsames Lernen.

Die Elternvereine hatten in ihrem Offenen Brief gefordert, beim sensiblen Thema Inklusion auf polemische Stimmungsmache zu verzichten und das Recht der Kinder auf Teilhabe nicht länger mit dramatischen Sprachbildern zu einer Bedrohung für die Gesellschaft umzudeuten. Die Antwort von Armin Laschet wirft  jedoch nach ihrer Ansicht noch mehr Fragen auf.

Die CDU will zum Beispiel einen Bestandsschutz für alle Sonderschulen einführen und den Ausbau des Gemeinsamen Lernens auf erfahrene und erfolgreiche Schulen begrenzen. Soll es dann wieder Zwangszuweisungen zu Sonderschulen geben, fragen die Elternvereine. Publikumswirksame Vorschläge der CDU zum Thema Inklusion erscheinen ihnen zunächst wenig substanziell. Die Elternvereine haben dem Spitzenkandidaten deshalb eine umfangreiche Liste konkreter Sachfragen geschickt und um einen Gesprächstermin gebeten.

Brief, Antwort, Kommentierungen und die Sachfragen sind auf dieser Webseite dokumentiert

Lesermeinungen zu “Inklusion vor die Wand gefahren?” (1)

Von Annika

Ich frage mich, welche Wählergruppen er damit erreichen will, Lehrer, Eltern "gesunder" Kinder, Eltern behinderter Kinder, die wollen, dass ihr Kind eine Sonderschule besucht...Kinder dürfen ja noch nicht wählen. Irgendwie habe ich mitbekommen, dass man heutzutage auch mehr auf Kinderrechte achten will - das scheint mir hier völlig vergessen zu sein, sie werden wohl nur wieder für andere Interessen benutzt.
An den Sonderschulen verbleiben die Kinder, deren Eltern nicht das Wissen und die Kraft haben, sich einen anderen Schulplatz zu erkämpfen (so war es die ganze Zeit schon)- das ist ungerecht diesen Kindern gegenüber und nicht akzeptabel!
Auch wenn nicht immer alles so toll läuft und manche Regelschule sich schwer tut, ist es kein Grund diese Sonderschulen zu erhalten! Wir sind auch so schon eine Zweiklassengesellschaft !