Verbandstag des ABiD in Berlin
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: Rolf Barthel
Berlin (kobinet) Der Allgemeine Behindetenverband in Deutschland (ABiD) hat auf seinem Verbandstag in Berlin die Verabschiedung des Bundesteilhabegesetzes als Niederlage bewertet. "Nicht alle im Deutschen Behindertenrat (DBR) vertretenen Organisationen sehen das so. Aber das – quasi in letzter Minute erreichte – Verhindern der allergröbsten Verschlechterungen können wir nicht wirklich als 'Erfolg' feiern", sagte Verbandsvorsitzender Ilja Seifert heute in seinem Rechenschaftsbericht.
Bei den im September anstehenden Bundestagswahlen werde sich der ABiD mit seinen Vorschlägen und Forderungen einbringen. "Inwieweit wir das koordiniert innerhalb des DBR tun können und wo wir ggf. weiterreichende und/oder andere Positionen vertreten, wird sich zeigen. Wo immer Kooperation möglich ist, werden wir sie suchen und nutzen. Wo wir es für erforderlich halten, eigene Positionen stärker zu betonen, werden wir auch dafür Wege finden", so Seifert.
Ab Sommer kündigte er für die Basisarbeit in den Landes- und Ortsverbände Wochenend-Kurse zu verschiedenen Themen an. Mehrere weitere Projekte seien beantragt. Längerfristig werde so etwas Ehrgeiziges wie die Gründung eines ABiD-Instituts „Behinderung & Partizipation" (IB&P) vorbereitet. "Im nächsten Jahr werdet Ihr einen neuen Vorsitzenden wählen", schloss der 66-jährige Politiker der Linken seinen Bericht. "Bis dahin will ich mein Bestes dafür geben, dass die ABiD-Arbeit kontinuierlich fortgesetzt werden kann. Wir haben also viel zu tun: Packen wir es an!"
