Mehr behinderte Menschen auf Wahllisten
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: omp
Wien (kobinet) "Behinderte Menschen in die Parlamente", dieser Slogan machte bereits in den 90er Jahren in Deutschland die Runde, passiert ist dahingehend seither äußerst wenig. Bis auf Ilja Seifert haben es keine behinderten Menschen aus den Reihen der Behindertenbewegung in den Deutschen Bundestag geschafft. In Österreich könnte dies nun anders werden, denn Bundeskanzler und SPÖ-Chef Christian Kern will bei der Listenerstellung für die Nationalratswahl am 15. Oktober mehr Menschen mit Behinderung berücksichtigen.
Wie das Online-Portal "Die Presse" berichtet, hat Christian Kern gestern bei einer Enquete des SPÖ-Klubs zum Thema Inklusion erklärt, "die SPÖ müsse das Ziel haben, dass die Liste die Gesellschaft abbildet. Bei zehn Prozent an Menschen mit Beeinträchtigungen in der Bevölkerung 'haben wir enormen Nachholbedarf.'" Wie die Listenaufstellung der SPÖ in Österreich also zukünftig aussehen wird, kann mit Interesse beobachtet werden. In Deutschland ist der Zug bereits abgefahren und man könnte die Listenaufstellungen frei nach dem Motto von Dinner for One kommentieren: "The same procedure as every year" - behinderte Menschen auf aussichtsreichen Listenplätzen für die Bundestagswahl bleiben in Deutschland Mangelware.

Von wegner
ein bisschen Ironie gefällig...
haben denn nicht alle Menschen auf den aussichtsreichen Listenplätzen eine Art von Behinderung? :) :)
Spaß beiseite...
Inklusion verordnen und selbst nicht leben...
Das ist in meinen Augen unglaubwürdig