700.000 Euro Jahresgehalt für Bethel-Geschäftsführer?
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: omp
Berlin (kobinet) Eine Meldung vom 2. August 2017 aus dem Berliner Kurier dürfte so manche, die im sozialen Bereich tätig sind, bzw. die in Werkstätten für behinderte Menschen für durchschnittlich 180 Euro pro Monat arbeiten, aufhorchen lassen. Unter der Schlagzeile "Bethel-Geschäftsführer - Der Pflegeboss, der sein Konto pflegt" berichtet der Berliner Kurier über die Vorwürfe, dass sich der Geschäftsführer des Diakoniewerks Bethel in Berlin mit einem Jahresgehalt von 700.000 Euro, Pensionsansprüchen in Millionenhöhe und dem Erwerb einer Villa zu niedrigem Preis Vorteile verschafft haben soll. Und das in einem "sozialen" Unternehmen.

Von rgr
Kein öffentlicher Skandal ohne Konfetti
https://www.youtube.com/watch?v=W0QCHYWGjwQ
Von rgr
Womit sich redlich arbeitende Journalisten heute aber auch alles herrumschlagen müssen, zeigt die sorgfältige Verarbeitung der Leserbriefzuschriften durch Jonathan Sachse, Frederik Richter und Leonard Kehnscherper auf correctiv.org Denen steht der Wind im Gesicht!
Wenn die drei Unterstützung erfahren, dann entsteht dort gerade nicht allein nur ein lesenswertes Journal über Karl Behle, das Diakoniewerk Bethel, das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, den Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland, sondern auch eine Chance Behle und Konsorten zur Beichte über die Frage zu bringen, was in der Branche ihrer Kenntnis nach noch so an Einkünften und Annehmlichkeiten für Vorstände und Aufsichtratsmitglieder branchenüblich ist. Dann hätten wir wirklich einen Gewinn und nicht nur das Nachsehen und die vereitelte Privatisierung der sozialen Folgekosten dreier Stiftsdamen zu Lasten öffentlicher Kassen.
Womit sich die Berliner Öffentlichkeit aber auch alles herumschlagen muß. Meine Person, kann sich dem nicht einmal durch ortsübliche Berliner Ausreden entziehen. Als Keimzelle des Diakoniewerks Bethel gilt die Bethel-Gemeinde Berlin Friedrichshain. Als Nachbar möchte ich es mir nicht verscherzen. Deshalb sei hier gesagt, dass die Gemeinde und das Werk heute ihrer eigenen Wege gehen.
Am 11. September 2017 wird der Diakonische Rat des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz tagen und über die Einleitung einer Trennung von ihrer jümgsten Erwerbung, dem Diakoniewerk Bethel des Babtisten Karl Behle beraten. Was werden die Medien wohl am 11. September 2017 berichten?
Sündige Welt? Goldener Handschlag? Süße Vergebung? Alles schon versucht!
Für die Jüngeren der Gemeinde habe ich zum Trost, das alledem nichts Neues und Unerwartetes anhaftet. Schaut mal was bei euren Brüdern und Schwestern in den USA schon alles durch den Kakao gezogen wurde. Trotz der Verbreitung zensierter Versionen: https://www.youtube.com/watch?v=W0QCHY