Für zukunftsweisende Kinder- und Jugendpolitik

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Wahl 2017
Wahl 2017
Bild: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert zum heutigen Weltkindertag von der nächsten Bundesregierung eine deutliche Stärkung der Rechte von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. In einem gestern vorgelegten 5-Punkte-Papier spricht sich der Verband für entsprechende Änderungen des Grundgesetzes, eine aktive Politik zur Überwindung der Kinderarmut und eine deutliche Stärkung des Bildungssektors in Deutschland aus. Weitere Forderungen betreffen die Rechte von Flüchtlingskindern in Deutschland sowie Verbesserungen im Bereich des Jugendmedienschutzes.

"Ohne wirksame Maßnahmen für ein kinderfreundliches Deutschland riskieren wir nichts weniger als die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Deshalb gehören Maßnahmen für ein kinderfreundliches Deutschland auf der politischen Agenda ganz nach oben. Trotz aller Lippenbekenntnisse kommt der Kinder- und Jugendpolitik noch immer nicht der Stellenwert zu, den dieses Zukunftsthema verdient. Kinderfreundlichkeit muss in der kommenden Legislaturperiode zu einem Grundpfeiler von Politik werden, um unsere Gesellschaft zukunftsweisend und nachhaltig zu gestalten. Der Politik kommt hier maßgebliche Verantwortung zu, denn durch das Setzen der Rahmenbedingungen für das Aufwachsen von Kindern hat die Politik entscheidenden Anteil an der Gestaltung einer kinderfreundlichen, und damit zukunftsfähigen Gesellschaft. Wir erwarten von der nächsten Bundesregierung deutliche Akzente zur vollständigen Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland, die sich im Koalitionsvertrag wiederfinden müssen", betont Anne Lütkes, Vizepräsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert, in der kommenden Legislaturperiode das Grundgesetz entsprechend dem in der UN-Kinderrechtskonvention verankerten Kernprinzip des Kindeswohls zu ändern. Dazu gehört die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz, eine Absenkung des Wahlalters bei Bundestags- und Europawahlen auf 16 Jahre und die Abschaffung des Kooperationsverbotes zwischen Bund und Ländern im allgemeinen Bildungsbereich.