Auch Blinde und Sehbehinderte lieben Tennis
Veröffentlicht am von Hartmut Smikac
Bild: Aktion Mensch/Bause
Köln (kobinet) Im Rahmen der Sportinitiative "Tennis für Alle" veranstaltet die Gold-Kraemer-Stiftung den 2. Deutschen Blindentennis-Workshop in der OTS Tennishalle in der Kronstädter Straße in Köln. 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland und Österreich haben sich angemeldet.
Laut Weltgesundheitsorganisation leben in Deutschland über 1,1 Millionen Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung oder einer Sehleistung unter fünf Prozent. Viele von ihnen können mit entsprechender Assistenz und gezieltem Mobilitätstraining ihren Alltag selbstständig gestalten. Zur gesellschaftlichen Teilhabe gehört selbstverständlich auch der gesamte Sozialraum. Insbesondere im Freizeit- und Sportbereich sind Teilhabe und soziale Integration von großer Bedeutung. Blindentennis wurde in den 1980er Jahren vom blinden japanischen Studenten Miyoshi Takei entwickelt. Aufgrund der wachsenden Popularität dieser außergewöhnlichen Sportart gründete sich im Jahr 2014 die „International Blind Tennis Association“. Mittlerweile gibt es in Ländern wie Argentinien, Spanien oder Großbritannien eine Vielzahl von Trainingsmöglichkeiten und Turnieren für diese Zielgruppe.
Der Workshop richtet sich sowohl an blinde und sehbehinderte Menschen mit und ohne Vorerfahrung als auch an Trainerinnen ud Trainer, Übungsleiterinnen und Übungsleiter, Tennisvereine, Behindertensportvereine, Schulen, Förderschulen, Sportuniversitäten und Sportverbände. Begleitet wird der Workshop von zwei bereits sehr erfahrenen Trainerinnen aus England, die ihrerseits teilerblindet sind und über viele Jahre auch als Spielerinnen international für große Aufmerksamkeit gesorgt haben.
Die Gold-Kraemer-Stiftung lädt alle herzlich dazu ein, an einem Veranstaltungstag der persönlichen Wahl am Workshop teilzunehmen und Blindentennis kennen zu lernen. Weitere Informationen können auf dieser Internetseite nachgelesen werden.
