Bayern setzt auf Förderzentren
Veröffentlicht am von Hartmut Smikac
Bild: ht
Augsburg (kobinet) Das Hessing Förderzentrum für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in Augsburg besteht seit 50 Jahren. Aufgabe des Zentrums sind Bildung, Therapie und Förderung von Kindern und Jugendlichen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderungen. Dieses 50- jährige Jubiläum nahm Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger zum Anlass, das Förderzentrum zu besuchen.
Bei diesem Besuch würdigte er das einzigartige Engagement: „Kinder und Jugendliche möglichst früh und auf möglichst viele Arten zu unterstützen, ist unserer Meinung nach die beste Möglichkeit, auf den weiteren Verlauf einer Krankheit oder einer Behinderung positiv einzuwirken. Deshalb ist der Weg des Hessing Förderzentrums vorbildlich weit über die Grenzen Schwabens hinaus. Hier schließen sich alle Experten zusammen, um die bestmögliche Therapie für jedes Kind zu entwickeln.“
Das Konzept des Förderzentrums bringt Mediziner, Therapeuten, Pädagogen und Sozialarbeiter an einen Tisch – so wird interdisziplinär für jedes Kind und jeden Jugendlichen eine individuelle Unterstützung entwickelt. „Dass wir den Neubau des Förderzentrums seinerzeit mit 3,6 Millionen Euro unterstützt haben, zeigt den hohen Stellenwert, den der Freistaat Bayern diesem Vorzeigeprojekt für Frühförderung einräumt“, so Hintersberger, „hier wird ein wichtiger Grundstein für gelingende Inklusion gelegt. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gratuliere ich zu ihrer hervorragenden Arbeit und wünsche dem Hessing Förderzentrum auch für die nächsten 50 Jahre alles Gute und Gottes Segen!“

Von Behindert_im_System
Zitat:
"Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gratuliere ich zu ihrer hervorragenden Arbeit und wünsche dem Hessing Förderzentrum auch für die nächsten 50 Jahre alles Gute und Gottes Segen!“
Na Sie Herr Hintersberger werden doch gemeinsam mit Frau Müller Möglichkeiten finden, welche die bestehenden Systeme, Einrichtungen und was da noch so gefördert wird am leben zu erhalten, auch wenn es in der Theorie immer etwas anderes heißt.
Von Annika
Ich finde das auch seltsam und habe solche Förderzentren als wenig flexibel, d.h. auf die Bedürfnisse z.B. der Eltern eingehend erlebt. Das System hat sich mir starr und autoritär dargestellt. Das Aufsuchen von Therapeuten außerhalb wurde mir erschwert bzw. die Therapeuten wurden von offiziellen Stellen nicht anerkannt (weil sie dort nicht arbeiten auch wenn sie die gleiche Ausbildung haben). Mit Selbstbestimmung, Teilhabe...hat das nichts zu tun. Als Mutter möchte ich noch darauf hinweisen, dass ein Kind, wenn es dauernd in so ein Zentrum muss, oft erst ein "Störungsbewusstsein" entwickelt.
Von stefansandor
Die Einrichtungen der Hessing-Stiftung sind teilhabepolitische Dinosaurier. Zweifelsohne sind sie im therapeutischen Bereich sehr gut. Im Bereich der Förderung gibt es schon seit vielen Jahren keinerlei echte Teilhsbeorientierung. Dieses "auf dem halben Weg stehen bleiben " sollte nicht durch solche Besuche aufgewertet werden. Passt nicht in die inklusionspolitische Landschaft.