Cochlear Implantat statt Assistenten?
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: Verlag Karin Kestner oHG
Schauenburg (kobinet) Cochlear Implantate für zwei gehörlose Kinder sollen Assistenten ersetzen, befürchtet Karin Kestner. "Der Landkreis Trier-Saarburg hat, bezugnehmend auf den Fall aus Braunschweig, eine gehörlose Familie an das Jugendamt gemeldet, um prüfen zu lassen ob bei den beiden gehörlosen Kindern Kindeswohlgefährdung vorliegt", schreibt die Verlegerin und Gebärdensprachdolmetscherin heute auf ihrer webseite. Die Eltern erziehen ihre mit Hörgeräten versorgten Kinder in Gebärdensprache. Cochlear Implantate wünschen sie für ihre Kinder nicht.
Seit mehr als einem Jahr versucht das Sozialamt Trier-Saarburg so wenig wie möglich für die kommunikative Begleitung der gehörlosen Kinder im Regelkindergarten zu zahlen, berichtet Kestner. Seit mehr als einem Jahr sind die gehörlosen Eltern damit vor Gericht. Das Landessozialgericht hat entschieden, dass jedes Kind einen Assistenten benötigt.
"Das Sozialamt Landkreis Trier-Saarburg hat vom Fall in Braunschweig gelesen. Sie sehen nun eine Chance, den Kindern keine Assistenten mehr zahlen zu müssen", meint die Verlegerin. "Sie lassen also vom Jugendamt prüfen, ob die Kinder mit einem CI besser versorgt sind. Sie könnten dann ja hören und so muss das Sozialamt keine Assistenten mehr bezahlen."
