Alsterdorfer Passion
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: omp
Hamburg (kobinet) Der Dokumentarfilm „Alsterdorfer Passion – Mitten in Hamburg“ hat am 20. März Premiere. Wie schon die 2013 von der Evangelischen Stiftung Alsterdorf veröffentlichte Dokumentation arbeitet der Film die Situation in den Alsterdorfer Anstalten von 1945 bis 1979 auf. Große Schlafsäle, viel zu wenig Personal, Isolation, Fixierungen und fehlende finanzielle Mittel prägten das Leben von Menschen mit Behinderung. In dem Dokumentarfilm, den die Evangelische Stiftung bei den beiden Filmemachern Bertram Rotermund und Rudolf Simon in Auftrag gegeben hat, kommen nun zahlreiche Zeitzeugen zu Wort.
Ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner der Anstalten schildern das Leid, das ihnen zugefügt wurde. Ende der 70er Jahre formierte sich innerhalb des Personals mit dem „Kollegenkreis Alsterdorf“ Widerstand gegen die damaligen Zustände. Nach dem Film gibt es Gelegenheit, mit Protagonisten aus dem Film ins Gespräch zu kommen. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich darüber zu informieren, was seit der gemeinsamen Auftaktveranstaltung der Evangelischen Stiftung Alsterdorf und der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration für die Stiftung “Anerkennung und Hilfe“ vor einem Jahr, erreicht wurde und wie Betroffene weiterhin Anträge auf Entschädigungsleistungen stellen können.
Filmpremiere am 20. März 2018
16 Uhr – 18:30 Uhr
Kulturküche, Alsterdorfer Markt 18
22297 Hamburg
