Stephen Hawking ist tot
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
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Berlin (kobinet) Stephen Hawking ist heute im Alter von 76 Jahren gestorben. Die Welt trauert um den britischen Astrophysiker, der zu den größten Wissenschaftlern aller Zeiten gehört. Sein Buch "Eine kurze Geschichte der Zeit" wurde in vielen Sprachen übersetzt und machte ihn populär. Als seine Behinderung in jungen Jahren festgestellt wurde, gaben ihm die Ärzte kaum Überlebenschancen.
Bereits im Alter von 21 Jahren wurde bei ihm die Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) diagnostiziert. Er litt an einer speziellen Form der ALS (juvenile ALS), die durch einen langsamen Krankheitsverlauf gekennzeichnet ist. Im Jahr 1985 wurden ein Luftröhrenschnitt und eine künstliche Beatmung erforderlich. Seit diesem Zeitpunkt war Hawking durch moderne Beatmungsmedizin und umfassende technologische Hilfen - zum Beispiel durch seinen bekannten Sprachcomputer DECtalk - in der Lage, wissenschaftlich und publizistisch tätig zu sein und seine populärsten Werke zu verfassen.
Das Leben von Stephen Hawking ist beispielgebend für die ALS-Initiative, die 2011 in Berlin von Jürgen Großmann und Detlef Prinz gegründet wurde und unter Schirmherrschaft von Gerhard Schröder steht. Das Ziel der Initiative "Hilfe für ALS-kranke Menschen" besteht darin - im Sinne von Stephen Hawking - eine umfassende medizinischen Behandlung und technologische Versorgung von Menschen mit ALS zu unterstützen. Dabei wird den Betroffenen - gemeinsam mit dem ALS-Zentrum an der Charité-Universitätsmedizin Berlin und einem durch die ALS-Initiative aufgebauten bundesweiten Versorgungsnetz - eine Versorgungskoordination angeboten, die den Zugang zu komplexen technologischen Hilfsmitteln sowie zu einer Beatmungs- und Ernährungstherapie erleichtert.
Seit ihrer Gründung konnte durch die ALS-Initiative die Versorgung von 9.369 Menschen mit mehr als 44.000 Unterstützungsmaßnahmen koordiniert werden. In Deutschland sind 8.000 Menschen an der seltenen Krankheit ALS erkrankt.
