Wettbewerb: andersartig gedenken
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: omp
Berlin (kobinet) Die Arbeitsgemeinschaft des virtuellen Gedenk- und Informationsortes www.gedenkort-T4.eu hat als neuestes Projekt einen Theater-Wettbewerb für junge Leute ausgeschrieben, um aus aus der Geschichte der NS-"Euthanasie" zu lernen. Das Gedenken an die Nazi-Opfer sei nicht nur unter dem geschichtlichen Aspekt sinnvoll, sondern rege die Lernenden auch an, sich über behindertenpolitische und gesellschaftliche Fragen heute Gedanken zu machen: Inklusion, Spätabtreibung, Pränataldiagnostik, Teilhabe ...
Der bundesweite Theater-Wettbewerb "andersartig-gedenken-on-stage 2018/19" startet jetzt mit einer Workshopreihe und wird mit einer Aufführung des Gewinnerbeitrages in Berlin im Herbst 2019 abgeschlossen:
04.05.18 - Brandenburg in der Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde
14.05.18 - Leipzig im Kinder-& Jugend-Kulturzentrum
24.05.18 - Frankfurt/Oder in der Gedenkstätte Viadrina
Eingeladen sind schulische und außerschulische Theatergruppen, aber auch geschichtsinteressierte Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahre, die neue Formen des Zugangs und der Auseinandersetzung mit historischen Fakten und Opferbiographien kennenlernen möchten. Inklusive Gruppen sind ausdrücklich erwünscht.
Die Workshops führen zunächst in die Thematik der NS-"Euthanasie"-Verbrechen ein und widmen sich dann den Kunstformen und Möglichkeiten der szenische Darstellung der Geschichte. Unter der Leitung von Theaterregisseur Kay Langstengel (in Brandenburg an der Havel und Frankfurt/Oder) und der Theaterpädagogin Solveig Hoffmann (in Leipzig) wird laborhaft ausgelotet, wie Biographien auf der Bühne erzählt werden können. Die im Workshop erarbeiteten Ideen können zu Produktionen führen, die sich bis zum 30. November 2018 für die Teilnahme am Wettbewerb anmelden können, der mit der Aufführung des Siegerbeitrags im Herbst 2019 in Berlin endet.
Anmeldung und Auskunft: [email protected], 0171/ 455 08 35

Von Dr. Theben
Sehr gut, daß hier auch aktuelle Bezüge hergestellt werden. Unterstützenswert!
Martin Theben