Stigmatisierung ächten – Menschenrechte verwirklichen

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Logo des Allgemeinen Behindertenverbandes
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Bild: ABiD

Berlin (kobinet) Angesichts der aktuellen Situation verlangt der Allgemeine Behindertenverband "Für Selbstbestimmung und Würde" auf seinem XX. Verbandstag in einer Berliner Erklärung von der Bundesregierung, ihre behindertenpolitische Passivität umgehend aufzugeben und sie stattdessen konsequent menschenrechtsbasiert weiterzuentwickeln.

Es geht diesem Verband um die verbrieften Recht auf volle Teilhabe, auf freie Persönlichkeitsentfaltung, auf stigmatisierungs- und diskriminierungsfreien Ausgleich behinderungsbedingter Nachteile. Kosmetische Korrekturen einzelner besonders absurder beziehungsweise unzeitgemäßer Regelungen reichen, wie es in dieser Erklärung heißt, bei weitem nicht aus. Die Richtung – man kann auch sagen: die Grundeinstellung – muss geändert werden. Der ABiD fordert vom „Armenrecht“ zum Menschenrecht zu gehen, von gönnerhafter „Fürsorge“ zu nachteilsausgleichenden Ansprüchen zu orientieren, vom Prinzip „still, satt & sauber“ zu Teilhabeermöglichung zu kommen, von der Defizitpflege zur freien Persönlichkeitsentfaltung sowie von stigmatisierender Aussonderung zu aktivierender Inklusion, von würdeverletzender Diskriminierung zu realer Gleichstellung zu gelangen von bevormundender Behördenwillkür zu selbstbestimmter Lebensgestaltung.

Im Verlaufe dieses Verbandstages wurde Marcus Graubner zum neuen ABiD-Vorsitzenden gewählt. Der bisherige Vorsitzende, Dr. Ilja Seifert hatte nicht erneut für dieses Amt kandidiert. Gemeinsam mit Detlef Eckert, der bereits vor Jahren ABiD-Ehrenvorsirtzender ist, wurde nun auch Dr. Seifert dieser Ehrentitel verliehen.