Sachsen verschafft sich Überblick

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Blick von der Augustusbrücke auf die Altstadt mit Brühlscher Terrasse in Dresden
Blick von der Augustusbrücke auf die Altstadt mit Brühlscher Terrasse in Dresden
Bild: H. Smikac

Dresden (kobinet) Wie aus einem Bericht des Selbsthilfenetzwerkes Sachsen zu erfahren ist, diskutierte die Staatsministerin Barbara Klepsch Anfang 2018 im Deutschen-Hygiene-Museum Dresden mit Vertretern der Verbände der Menschen mit Behinderungen und weiteren Akteuren über Ergebnisse des sechsten Berichtes zur Lage der Menschen mit Behinderungen im Freistaat Sachsen.

Dieser Bericht wird im Auftrag des Sozialministeriums durch das Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH (ISG) aus Köln erstellt und untersucht die verschiedenen Lebenslagen von Menschen mit Behinderungen. Nach der Fertigstellung des Berichtes wird dieser an den Sächsischen Landtag übermittelt.

„Der Bericht wird uns nach seiner Fertigstellung zeigen, wie die Lebenssituation behinderter Menschen in unserem Land derzeit aussieht. Und wir werden konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen erhalten – das ist für mich ein bedeutendes Handwerkszeug bei der Weiterentwicklung unserer Politik für Menschen mit Behinderungen“, sagte Sozialministerin Barbara Klepsch.

„Besonders wichtig und hilfreich empfinde ich," so die Ministerin weiter, "unser erstmals errichtetes Online-Beteiligungsportal. Denn ich erwarte, dass auch die Beiträge der Bürgerinnen und Bürger – seien sie von Menschen mit Behinderungen oder von weiteren Interessierten – wichtige Anregungen bringen."

Im Rahmen der Fachtagung verkündete Sozialministerin Klepsch, dass im Jahr 2018 für das Förderprogramm Barrierefreies Bauen „Lieblingsplätze für alle“ der bisherige jährliche Beitrag von 2,5 Millionen Euro um weitere 600.000 Euro auf insgesamt 3,1 Millionen Euro erhöht wird. „Ich freue mich sehr, dass wir das erfolgreiche Programm in diesem Jahr kräftig aufstocken können. Damit wirkt das Sozialministerium direkt vor Ort. Unsere Kommunen werden gezielt dabei unterstützt, allen Bürgerinnen und Bürgern einen gleichberechtigten Zugang zu öffentlich zugänglichen Einrichtungen zu ermöglichen, zum Beispiel durch den Bau eines barrierefreien Zugangs zur Apotheke, den Umbau der Sanitäranlagen in einer Begegnungsstätte oder die Anschaffung eines Ausschilderungssystems in Blindenschrift. Damit stärken wir den Zusammenhalt der Gesellschaft ganz konkret“, so Klepsch.

Im Rahmen der Fachtagung stellte das Institut auch die über das Online-Bürgerbeteiligungsportal der Staatsregierung eingegangenen Anregungen der Bürger vor. Die Online-Beteiligung ist noch nicht abgeschlossen und läuft insgesamt 15 Wochen.