Beratungsprojekt erfolgreich

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Projektmitarbeiterinnen Lebenshilfe Dortmund
Projektmitarbeiterinnen Lebenshilfe Dortmund
Bild: Lebenshilfe Dortmund

Dortmund (kobinet) Die Beratungs- und Kontaktstelle für Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund gibt es seit dem ersten April. Zeit, einmal eine erste Bilanz zu ziehen - und diese ist, so die Lebenshilfe Dortmund, positiv.

Die Beratungs- und Kontaktstelle ist über drei Jahre von der Aktion Mensch gefördert. Das Projekt möchte durch kultursensible Beratung den Personenkreis von Menschen mit Migrationshintergrund und Behinderung aufklären und unterstützen, um langfristig eine bessere Integration in bestehende Hilfe- und Unterstützungssysteme erreichen. Mehr als 900 Menschen mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen haben das Angebot seitdem wahrgenommen und wurden von den Projektmitarbeiterinnen Frau Acil und Frau Aliyeva unterstützt und begleitet.

Ein Beispiel dafür ist die Familie Arslan*, die zwei Kinder mit Behinderung hat und im April 2017 das erste Mal die Beratungsstelle für Menschen mit Migrationshintergrund und Behinderung aufsuchte. Ihre Tochter Selin* ist 28 Jahre alt und hat eine geistige Behinderung und Auffälligkeiten im Verhalten. Der Antrag auf eine Pflegeeinstufung wurde in der Vergangenheit abgelehnt. Frau Acil unterstützte die Familie bei der erneuten Antragstellung und bereitete gemeinsam den bevorstehenden Besuch des Medizinischen Dienstes der Pflegekassen (MDK) vor. Auch hinsichtlich der Betreuungsangelegenheiten für ihre beiden Kinder stand Frau Acil der Familie aufklärend und begleitend zur Seite. Selin hat mittlerweile einen Pflegegrad 3 bewilligt bekommen. Frau Arslan ist dankbar für das Angebot der kultursensiblen Beratung.

Die gute Arbeit bestätigt auch die Familie Mousa, die mit ihrer siebenjährigen mehrfachbehinderten Tochter aus Moldawien nach Deutschland gekommen war. und hier jetzt seit dem Jahr 2016 lebt „ Bevor wir die Lebenshilfe kennengelernt haben, waren wir am Ende einer Sackgasse. Die Lebenshilfe hat uns geholfen, unsere Augen und Ohren zu öffnen und Zugang zu Informationen zu bekommen. Frau Aliyeva ist wie ein roter Faden für uns oder eine Art der Navigation, die uns im Labyrinth den Weg zeigt“, so Frau Mousa.

Anmerkung der Redaktion = * die Namen wurden verändert.