Minister besuchte Integrationsbetrieb
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: Sozialministerium NRW
Emsdetten (kobinet) Der nordrhein-westfälische Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider ist heute ins Münsterland gereist, um für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt zu werben. "Arbeit ist der entscheidende Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe", sagte Guntram Schneider beim Besuch des Integrationsunternehmens "Lernen fördern – Dienstleistungen" in Emsdetten.
"Inklusion in Arbeit gelingt dann besonders gut, wenn Menschen mit und ohne Behinderung wie hier in Emsdetten Seite an Seite arbeiten, voneinander lernen und von den jeweiligen Stärken des Anderen profitieren können", sagte der Minister. Sein Ziel sei es, möglichst viele Menschen mit Behinderungen am ersten Arbeitsmarkt unterzubringen. Die vom Land geförderten Integrationsunternehmen leisteten hier einen wichtigen Beitrag.
Das Integrationsunternehmen "Lernen fördern – Dienstleistungen gGmbH" in Emsdetten mit den Geschäftsfeldern Lagerlogistik, Produktion und Vertrieb von Naturbettwaren sowie Bau-, Garten- und Landschaftsbaudienstleistungen ist eine Tochtergesellschaft des Lernen fördern e.V., Kreisverband Steinfurt. Das Land hat die Einrichtung von 20 Arbeitsplätzen für Menschen mit schweren Behinderungen aus dem Landesprogramm "Integration unternehmen!" mit rund 310.000 Euro gefördert. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (davon 50 Prozent Menschen mit Behinderungen) und sechs Auszubildende.
Das Unternehmen ist eines von 230 Integrationsunternehmen in Nordrhein-Westfalen. Darin sind bis zu 50 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Menschen mit schweren Behinderungen. Insgesamt beschäftigen Integrationsunternehmen in Nordrhein-Westfalen rund 5.600 Menschen, fast 2.600 von ihnen haben schwere Behinderungen. Das Arbeitsministerium fördert mit seinem Programm "Integration unternehmen!" jährlich mit 2,5 Millionen Euro die Schaffung von bis zu 250 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Die Landschaftsverbände beteiligen sich mit Mitteln in gleicher Höhe.
Die gesellschaftliche Inklusion von Menschen mit Behinderungen ist eines der großen Vorhaben des Landes in dieser Legislaturperiode. Mit dem Aktionsplan "Eine Gesellschaft für alle – NRW inklusiv" will die Landesregierung die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen vorantreiben. Mit mehr als 100 Maßnahmen aus allen politischen Handlungsfeldern sollen die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention auf Landesebene umgesetzt werden. Minister Schneider besucht in diesen Monaten eine Reihe von Projekten, Einrichtungen und Betrieben in Nordrhein-Westfalen, die bei der Inklusion von Menschen mit Unterstützungsbedarf Vorbildliches leisten.
Weitere Informationen zum Emsdettener Integrationsunternehmen unter www.lernenfoerdern.de, Infos zur Inklusionspolitik in Nordrhein-Westfalen unter www.nrwinklusiv.nrw.de
