Weg zur Inklusion konsequent gehen
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: Christiane Kromp
Hannover (kobinet) Bei der Anhörung zum Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Niedersächsischen Schulgesetzes vor dem Kultusausschuss des Landtages bezog die neue Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen in Niedersachsen, Petra Wontorra, klar Stellung. Sie sprach sich dafür aus, dass der Weg zur Inklusion konsequent gegangen werden muss.
"Ich halte es für falsch, zwei Schulsysteme parallel zu finanzieren. Nichts anderes bedeutet es nämlich, wenn Eltern zwischen Förder- und Regelschule wählen können", erklärte Petra Wontorra. Als problematisch sieht sie in diesem Zusammenhang auch den Verzicht auf die Auflösung von Förderzentren. "Der Weg zur Inklusion muss konsequent und zügig gegangen werden", so Petra Wontorra.
Deutliche Worte fand sie auch für eine wohnortnahe Beschulung von Schülerinnen und Schülern, die auf sonderpädagogische Unterstützung angewiesen sind. "Ein wesentlicher Aspekt inklusiver Beschulung ist für mich, dass Kinder und Jugendliche mit Behinderungen gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen aus ihrer direkten Wohnumgebung heranwachsen und mit ihnen auch außerhalb der Schule in Kontakt kommen", so Petra Wontorra.

Von lehmä
Oh ja, „Seilbahn fahren“! Ich erinnere mich genau, wie meine Tochter sich auf „Seilbahn fahren“ auf dem Klassenausflug ihrer Inklusionsklasse – sie war die einzige Behinderte – freute. Und dann: Dann hieß es: „Das kannst du nicht, das ist zu gefährlich für dich …, da fällst du raus…“ – Danach hasste sie Klassenausflüge und schwänzte jeden einzelnen gemeinsamen Ausflug. – Aber ein Wort reden – mit Behinderten, Frau Link, ist das so schwer?
Von Gerti
Nachtrag:
Hubug ist das Fahren mit einem ausschließlich mit den Händen zu betreibenden Rollstuhles deshalb, weil hierdurch die Gelenke erst recht vorschnell abgenutzt werden und die mechanisch zu betreibenden Rollstühle einen geringen Energieumsatz aufweisen (rühmliche Ausnahmen der 'Eisenschweine' außen vor). Im Vergleich: Wer möchte schon ständig mit zwei Eimern vom Volumen von fünf Litern (gefüllt mit Kohlen) herumlaufen? Oder wer macht das?
Von Gerti
Auch von Frau Landesbehindertenbeauftragter Wontorra werden schwer(st)behinderte und chronisch Kranke Menschen offensichtlich komplett ausgeblendet. Es gibt für die Damen Wontorra und Link augenscheinlich nur Rollstuhlfahrer_innen von der Sorte, die sich stets selber behelfen (können).
Das dürfte Humbug sein, denn ich glaube nicht, dass Frau Wontorra dreißig Kilometer am Tag mit dem Krafteinsatz ihrer Hände den Rollstuhl vorwärts bewegt, ebenso wenig Frau Link.
Beide blenden jedoch Schwerstbehinderte aus, denen es nicht gegeben ist, sich die Arme und Hände durch eigenen Krafteisatz den mechanisch zu betreibenden Rollstuhl vorwärts zu bewegen.