BOBBY für Bayern München
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: ARD
Berlin/München (kobinet) Den Medienpreis BOBBY der Bundesvereinigung Lebenshilfe erhält in diesem Jahr der FC Bayern München, teilte heute der Verband mit. Anlässlich des Welt-Down-Syndrom-Tages hatte der Fußball-Club 24 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Down-Syndrom zum Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach eingeladen. Sie liefen mit den Mannschaften auf und schossen in der Halbzeitpause aufs Tor. Der 16-jährige Michael Freudlsperger war als Torschütze erfolgreich und wurde im März für das „Tor des Monats“ der ARD-Sportschau nominiert. Mit 31 Prozent gewann er schließlich die Zuschauerabstimmung. Mannschaftskapitän Philipp Lahm sagte zu der Aktion: „Down-Syndrom-Kinder sind wunderbare Menschen, voll mit Emotionen, Freude und Liebenswürdigkeit. Wir möchten allen zeigen, dass sie wichtiger und beschützenswerter Bestandteil unserer Gesellschaft sind.“
Der FC Bayern hat mit seiner vorbildlichen, öffentlichkeitswirksamen Aktion zum Welt-Down-Syndrom-Tag, der jährlich am 21. März begangen wird, ein Zeichen für Vielfalt und den unvoreingenommenen Umgang mit Menschen mit einer geistigen Behinderung gesetzt. Die ARD-Sportschau hat diesen Ball mit der Nominierung von Michael Freudlsperger für das „Tor des Monats“ aufgefangen und für ein Millionenpublikum ins Bild gesetzt. Fußball weckt Emotionen, beflügelt das Wir-Gefühl, also den Gedanken der Inklusion, und begeistert Menschen mit und ohne Behinderung wie keine andere Sportart.
„Menschen mit Down-Syndrom auch als Mitbürger zu zeigen, die willkommen sind und einfach dazugehören, ist gerade heute besonders wichtig, wenn über eine flächendeckende vorgeburtliche Diagnose des Down-Syndroms mit dem Präna-Test diskutiert wird“, betont Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages.
„Im Namen des FC Bayern München möchte ich mich ganz herzlich für den Medienpreis BOBBY 2015 bedanken“, so Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG. „Wir freuen uns sehr darüber, in den Kreis der hochkarätigen Preisträger aufgenommen worden zu sein. Der FC Bayern München hat als Rekordmeister und Aushängeschild des deutschen Fußballs am Welt-Down-Syndrom-Tag in der Allianz Arena ein deutliches Zeichen für Inklusion gesetzt. Damit konnte der FC Bayern München eine sehr emotionale und überaus wichtige Botschaft an eine breite Öffentlichkeit senden und an diesem Tag auch das großartige Engagement der Bundesvereinigung Lebenshilfe unterstützen.“
Der Preis wird bei einem Bundesligaspiel in der Allianz Arena in München verliehen. Das genaue Datum wird noch bekannt gegeben.

Von mheidelberg
Ist ja ziemlich dürftig!
Dafür gibt's schon einen BOBBY?
- Der Mannschaftskapitän oder irgendein anderer Spitzenfunktionär vom FC Bayern München könnte ja wenigstens noch eine Presseerklärung herausgeben, in der steht, dass der Praenatest Scheiße ist. Das hätte Wirkung!
„Down-Syndrom-Kinder sind wunderbare Menschen, voll mit Emotionen, Freude und Liebenswürdigkeit.“
- Merke: Eine Personengruppe vorbehaltlos herauszuheben ist genauso Diskriminierung wie das Gegenteil!