Schweizer stimmten für Zulassung der Präimplantationsdiagnostik
Veröffentlicht am von Martin Ladstätter
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Bern (kobinet) Die heutige Abstimmung zur Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) brachte ein deutliches Ergebnis. Rund 62 % der Wählerinnen und Wähler in der Schweiz haben sich dafür entschieden: "Die Verfassung soll dahingehend geändert werden, dass bei bestimmten Paaren die Präimplantationsdiagnostik erfolgversprechend durchgeführt werden kann."
In einer ersten Reaktion hielt Suzanne Auer, Zentralsekretärin von AGILE.CH, fest: „AGILE.CH bedauert diesen ethisch riskanten Entscheid.“
In einem heute von BIZEPS-INFO veröffentlichten Artikel wird aufgezeigt, welche Hürden bis zur Zulassung der PID aufgrund des komplexen schweizer Systems noch zu überwinden sind und warum sich Behindertenorganisationen noch Hoffnungen machen es verhindern zu können.

Von Gerti
@ DanielH
Da Sie auf Beibehaltung Ihrer Behindertenfeindlichkeit beharren, beende ich hiermit den Wortwechsel mit Ihnen.
Sie legen es darauf an, Behinderten den Garaus zu machen. Egoistischerweise fordern Sie weiterhin die Ausrottung von Behinderten. Damit ist jede Diskussion von Ihnen als obsolet hingestellt worden. Denn für Sie gibt es offensichtlich nur einen Weg: Behinderte, die in der Mutter heranwachsen, auszurotten. Damit Sie (der Sie bereits leben UND behindert sind ODER noch behindert werden KÖNNTEN im Laufe IHRES Lebens) das Geld, was in der Mutter heranwachsenden Behinderten zusteht, wegnehmen können.
Sie machen die Sache nicht besser, einerseits Behinderte nicht als Menschen heranwachsen zu lassen, jedoch andererseits deren Lebens-Mittel (Finanzen zum Leben mit der Behinderung) für sich selber zu beanspruchen. Konsequenterweise dürften SIE gar keine Unterstützung durch Krankenkassen, Rentenversicherung und sonst welche soziale Institutionen beanspruchen, sondern alles aus eigener Kraft bis zu Ihrem Lebensende (als alter Mensch) bewältigen. Verlangen Sie das Eine von Behinderten, müssen Sie das Andere von Ihnen ebenso abverlangen.
Von DanielH
@von gerti:
"Die Behinderungen, die SIE augenscheinlich verhindern wollen, da verhindern SIE zugleich das Leben, den Menschen, der mit der Behinderung verbunden ist."
Na und? Da der Mensch, der verhindert wird, noch nicht existiert - denn ein Klumpen aus 8 Zellen ist keine menschliche Person - ist das moralisch unbedenklich. Sonst wäre auch der Gebrauch von Verhütungsmitteln verwerflich; denn auch dieser verhindert die Existenz von Menschen, die andernfalls entstanden wären.
Stellen wir uns vor, die Wissenschaft würde herausfinden, dass Erbkrankheiten und Behinderungen nur bei Kindern auftreten, die an Dienstagen gezeugt werden. Wäre es dann behindertenfeindlich, wenn Paare ihre Kinder in Zukunft nicht mehr an Dienstagen zeugen?
Außerdem entstehen als Folge der PID andere Kinder, die ohne PID nicht entstanden wären. Jeder Mensch, der durch PID entsteht, kann später sagen: Wenn es nach den PID-Gegnern gegangen wäre, dann würde ich heute nicht existieren. Sie sehen: Die Situation ist völlig symmetrisch.
"Mit PID kann genauso schlecht alles, was nach einem Knaben auch nur ansatzweise ausschaut, verhindert werden. Demnach dürften Sie gar nicht auf der Welt sein, wenn jemand (als Sie in Ihrer Mutter heranwuchsen) befunden hätte, das Junge-Sein und das Mann-Sein ist eine Schwerstbehinderung und nicht lebenswert."
Das wäre natürlich eine unsinnige Behauptung. Aber wenn ein Paar schon drei Jungen hat und jetzt gerne ein Mädchen hätte, dann sehe ich kein Problem in der gezielten Auswahl des Geschlechts. In wenigen Jahren wird man mit Hilfe der PID vermutlich sogar nach Intelligenz selektieren können, und auch darin sehe ich kein Problem.
"Ganz davon abgesehen, erhöhen Sie sich, denn Sie schreiben, dass Behinderte, die da (also vorhanden sind) leben dürfen und Behinderte, die in der Mutter heranwachsen, dürfen (aus Ihrer Sicht) NICHT leben."
Bei der PID wächst noch gar nichts in der Mutter, sondern nur in der Petrischale. Und wie gesagt: Man kann plausibel machen, dass ein Gebilde aus 8 Zellen keine menschliche Person darstellt.
Von Gerti
@ DanielH
Was nun, wenn der Mann an sich per se als Behinderung, die es zu vermeiden gilt, gesellschaftlich so definiert würde. Dann würden SIE NICHT leben; dann hätte frau SIE aussortiert, da als behindert gegolten habend.
Merken Sie den Fehler darin, was SIE verlangen?
Die Behinderungen, die SIE augenscheinlich verhindern wollen, da verhindern SIE zugleich das Leben, den Menschen, der mit der Behinderung verbunden ist.
Von Ihnen werden chemische Kreationen (Contergan) mit Behinderungen gleichgesetzt und Sie schreiben, das Contergan verboten sei. Ist es nicht; wird in Lateinamerika (unter anderem Label) als Medizin eingesetzt. Von Ihnen werden behinderte Menschen als chemische Kreationen hingestellt. Darauf muss man(n) erstmal kommen. ...
Mit PID kann genauso schlecht alles, was nach einem Knaben auch nur ansatzweise ausschaut, verhindert werden. Demnach dürften Sie gar nicht auf der Welt sein, wenn jemand (als Sie in Ihrer Mutter heranwuchsen) befunden hätte, das Junge-Sein und das Mann-Sein ist eine Schwerstbehinderung und nicht lebenswert.
Ganz davon abgesehen, erhöhen Sie sich, denn Sie schreiben, dass Behinderte, die da (also vorhanden sind) leben dürfen und Behinderte, die in der Mutter heranwachsen, dürfen (aus Ihrer Sicht) NICHT leben.
Weshalb sind Sie der Meinung, mehr wert zu sein (wobei mir nicht bekannt ist, ob von Ihnen in Ihrer Eigenschaft als Behinderter oder als Nicht-Behinderter geschrieben wird), als jemand, bei dem (in der Mutter befindlich) die Behinderung festgestellt wird?
Weshalb sind all' jene nichtbehinderte, die auf jeder Körperhälfte je einen Arm und je ein Bein haben? Oder nur einen Kopf? Warum nicht zwei Köpfe und nur einen Arm auf der linken Seite?
Von DanielH
@von gerti: Ich bedaure nicht das Dasein von Behinderten, aber ich glaube, dass wir die Entstehung von neuen Behinderungen vermeiden sollten. Deshalb ist es keine gute Idee, in der Schwangerschaft Alkohol zu trinken, deshalb ist Contergan verboten, und deshalb ist die PID eine gute Sache.
Von Gerti
Wenn Sie von sich sagen, Sie seien (auf Grund ihrer Schwerstbehinderung) zu vermeiden gewesen, wenn die heutige Aussortier-'Medizin' zu Zeiten ihrer Geburt bereits existiert hätte, dann können Sie es (für sich selber) gern beklagen, zu leben. Aber anderen müssen Sie nicht unterschwellig die P.-Singer'schen Wünsche angedeihen lassen.
Wenn Sie für sich an ihrem Sosein leiden, müssen Sie und können Sie nicht von anderen erwarten, wie Sie (der Sie das offensichtlich für sich selber tun) in Selbstmitleid zu versinken und ihr Sein auf der Welt zu verdammen und zu bereuen.
Ich nehme an, mit ihrem Hadern an der Welt und, dass Sie offensichtlich das Dasein und Sosein von Behinderten nicht ertragen (können), wären Sie besser in psychotherapeutischer Behandlung aufgehoben.
Sollten Sie jeoch Phantasien hegen, die rechtlich nicht mehr von dem abgedeckt ist, was da 'eigene Meinung' heißt, fände ich Sie besser (auf der Beklagten-Seite) in einer Gerichtsverhandlung aufgehoben.
Von DanielH
Ja, schon furchtbar, dass demnächst weniger Menschen an gottgewollten Krankheiten und Behinderungen leiden werden. Die größte Niederlage seit der Erfindung von Kondomen und der Ausrottung von Kinderlähmung.