Verena Bentele zu Besuch im Saarland

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Verena Bentele
Verena Bentele
Bild: Irina Tischer

Saarbrücken (kobinet) Auf Einladung des Landesbehindertenbeauftragten des Saarlandes, Wolfgang Gütlein, besuchte die
Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Verena Bentele, vor kurzem das Saarland. Verena Bentele positionierte sich im Gespräch mit den Mitgliedern des Landesbeirates für die Belange von Menschen mit Behinderungen zu aktuellen Themen der Behindertenpolitik.

Sie betonte, dass die Ergebnisse der Genfer Staatenprüfung zeigen, dass "es wichtig ist, die Inklusion in unserem Land und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention weiter voranzutreiben. Dabei bleiben weiterhin Themen wie ein inklusives Bildungssystem und Alternativen zur Werkstattbeschäftigung ganz oben auf der To-Do-Liste." Verena Bentele und Wolfgang Gütlein wiesen in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung des Landesbehindertenbeirates hin, der eine zügige Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention unter Beteiligung von Menschen mit Behinderung auf Landesebene unterstützt.

Im Saarland liegt der Inklusionsanteil über alle Schulformen bei 47,14 Prozent. Die neue Schulgesetzgebung verpflichtet alle öffentlichen Schulen zur Inklusion. Das Gesetz wird zeitlich versetzt in den einzelnen Schulformen wirksam, heißt es in einer Presseinformation von Wolfgang Gütlein. "Gerade beim Thema Bildung wird sehr deutlich, dass wir Kinder und Jugendliche mit Migrationsgeschichte und Behinderung in Deutschland stärker fördern müssen. Zu Migrantinnen und Migranten mit Behinderung und Flüchtlingen mit Behinderung gibt es aktuelle Fragen, die auch bei der Anhörung in Genf angesprochen wurden und wo der Ausschuss Handlungsbedarf in Deutschland sieht", erklärte Verena Bentele weiter.

Als ehemalige Spitzensportlerin und Paralympics-Siegerin hat Verena Bentele nach dem Besuch beim Landesbehindertenbeirat die neue Bogenschießanlage des Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes (BRS) in Gersweiler besichtigt. "Diese Sportvereine zeigen, dass ein Miteinander und eine gleichberechtigte Teilhabe aller möglich und machbar sind. Die Teilhabe aller Menschen auf Bundes- und Landesebene voranzubringen, ist unser gemeinsames Ziel", betonten Verena Bentele und Wolfgang Gütlein und fordern, dass in allen Gesetzgebungsprozessen die UN-Behindertenrechtskonvention berücksichtigt wird. Ziel bleibe die Schaffung einer inklusiven Gesellschaft. "Wir werden", so Verena Bentele und Wolfgang Gütlein "weiterhin den Umsetzungsprozess der UN-Behindertenrechtskonvention kritisch begleiten und uns mit Nachdruck für eine inklusive Gesellschaft stark machen."