Studie zu Heimkindern in Behinderteneinrichtungen

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: omp

Berlin (kobinet) Eine vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) veröffentlichte Machbarkeitsstudie ermittelt anhand von staatlichen Statistiken, Erhebungen der Träger der Freien Wohlfahrtspflege, fachspezifischen Querschnittserhebungen und Forschungsbefunden die Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die schätzungsweise in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1949 und 1975 und in der DDR zwischen 1949 und 1990 während ihrer Unterbringung in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe bzw. Psychiatrie Leid und Unrecht erfahren haben. Ihre Ergebnisse dienen der Vorbereitung und Ausgestaltung eines Hilfesystems für die Betroffenen, das Bund, Länder und Kirchen gemeinsam planen und auf das die Betroffenen schon seit langem warten.

"Aus den möglichen Konstellationen von Leid- und Unrechtserfahrungen, die orientiert an der dazu vorliegenden Literatur formuliert werden, wurde unter Beachtung der möglichen Mortalitätsquote die Zahl von rd. 97.000 Frauen und Männern geschätzt, die zur Anmeldung bei dem Hilfesystem berechtigt sein könnten. Zudem enthält die Machbarkeitsstudie Ausführungen zur damaligen Versorgungs- und Lebenssituation in den vorgenannten stationären Einrichtungen, zur Anzahl der sogenannten 'Fehlgeleiteten' und entwickelt Strategien zur präzisen Ermittlung der Anzahl der Betroffenen", heißt es zur Studie auf der Seite des BMAS, die dort heruntergeladen werden kann.

Nach langwierigen Verhandlungen über eine Anerkennung und Hilfe ehemaliger Heimkinder, die in Behinderteneinrichtungen und Psychiatrien Unrecht und Leid erfahren haben, ist zwischen den verschiedenen Akteuren immer noch kein Kompromiss in Sicht. Das Treffen der MinisterpräsidentInnen Mitte Juni dürfte daher entscheidend darüber sein, wie es weitergeht.

Link zur Studie

Lesermeinungen zu “Studie zu Heimkindern in Behinderteneinrichtungen” (2)

Von Signe

@ Frau Maubach:
Herzlichen Dank für Ihren Hinweis unter Hinzufügens des links zu dem Dokumentarfilm von Ernst Klee.

Hier werden wohl die von Gröhe so erbeigesehnten Be'forschungen', med. Experimente an Behinderten durchgeführt(?) werden.

Herr Gröhe sollte sich in Grund und Boden schämen, jemals die med. Vernutzung von Schwerstbehinderten dieser Tage öffentlich eingefordert zu haben.

Von Gisela Maubach

Und was ist mit denen im vereinten Deutschland NACH der Wende?

http://coolplay.tk/watch/k4OerTd3B2g