TeilnehmerInnen an Bundestagsveranstaltung gesucht
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: omp
Berlin (kobinet) Zur Veranstaltung des Deutschen Bundestages unter dem Motto "Politik für und mit Menschen mit Behinderung" am 23. September im Paul-Löbe-Haus in Berlin haben die Fraktionen des Deutschen Bundestages ca. 180 vorwiegend selbst behinderte Menschen eingeladen. Um die Veranstaltung best möglich für die Diskussion mit den Bundestagsabgeordneten zum aktuellen Bundesteilhabegesetz nutzen zu können, recherchiert der Koordinator der Kampagne für ein gutes Bundesteilhabegesetz derzeit, wer an der Veranstaltung teilnimmt. Diejenigen, die eingeladen und dabei sind, werden gebeten, sich per E-Mail bei Ottmar Miles-Paul unter [email protected] zwecks besserer Vorbereitung zu melden.

Von White Unicorn
Nachdem unser Träger, der White Unicorn e.V. nicht eingeladen wurde, obwohl wir bereits Konzepte für Berlin zur Entwicklung eines autistenfreundlichen Umfeldes geschrieben haben, stelle ich mir die Selbe Frage wie Gisela Maubach. Wie soll dort für uns gesprochen werden, wenn die Vertreter / Vorstände / Sprecher wichtiger Interessenverbände nicht geladen sind.
Gerade die Interessenverbände haben oft Sprecher, die jene vertreten, die eben nicht selbst z.B. verbal kommunizieren können wie Autistische Kinder etwa.
Von Gisela Maubach
"vorwiegend selbst behinderte Menschen"?
Nach wie vor stellt sich die Frage, wer die Interessen derjenigen vertritt, die nicht in der Lage sind, für sich selbst zu sprechen.
Diejenigen Verbände, die gleichzeitig Träger der Sondereinrichtungen sind, werden sich mit ihren Vorsitzenden (Ulla Schmidt, Uwe Schummer) kaum für ein Selbstbestimmungsrecht einsetzen.
Bisher hört man da immer nur die Forderung nach einem "Recht" auf Teilhabe am Arbeitsleben (= Werkstatt). Dass dieses Recht für ganze Personengruppen aber zur Pflicht (!) würde (§ 102 Abs. 2), hat von den Verbandsvertreter(inne)n offensichtlich noch niemanden gestört . . .