25 Jahre City-Toiletten in Berlin
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: BBZ
Berlin (kobinet) Vor genau 25 Jahren, im November 1991, baute das Service-Team des Berliner Stadtmöblierers und Außenwerbers Wall im Stadtbezirk Friedrichshain die erste vollautomatische und barrierefreie City-Toilette Berlins auf. Im heute erschienenen Newsletter der Berliner Behindertenzeitung verweist Dominik Peter auf einen Bericht zum Jubiläum. Der Vorsitzende des Berliner Behindertenverbandes und Chefredakteur der Zeitung schreibt: "Nach Angaben des Betreibers, nutzen die City-Toiletten pro Jahr 350.000 Menschen, die einen Euro-Schlüssel haben (und somit mobilitätseingeschränkt sind). Dieses System steht jetzt auf der Kippe, weil die Senatsverwaltung neu ausschreibt. Per Ausschreibung zerschlägt sie das bisherige Geschäftsmodell. Man darf große Zweifel haben, ob das funktionierende System erhalten bleibt."
Peter bedauert, "dass die Resolution der 12 Behindertenbeauftragten der Berliner Bezirke und des Landesbehindertenbeauftragten komplett ignoriert wurde." Darin hatte man sich gegen das geplante Vorgehen der Verwaltung und des zuständigen Senators Andreas Geisel (SPD) gewandt.

Von Lesebrille
Bei allem, was ich jetzt dies- und jenseits von kobinet über das Thema gelesen habe, klingt das Problem so, dass Berlin den Vertrag nicht einfach verlängern kann, weil die Stadt ausschreiben muss. Sehe ich es richtig, dass hier "einfach nur" das EU-Recht im Weg steht?
Denn tatsächlich sind hier ja Strukturen entstanden, die, nach allem, was ich lese, für alle sinnvoll und auch für die Stadt geradezu preiswert ist, weil sich das System - wenn ich es richtig verstehe - sogar von selbst trägt.
Darüber hinaus ist die Firma Wall längst über die Stadtgrenzen hinaus mit ihrem Toilettensystem bekannt und exportiert diese auch.
Ich hoffe, dass man hier nicht eine gute Struktur für Nichts zerstört und einen Weg findet, den Vertrag doch noch verlängern zu können. Immerhin ist Berlin Landeshauptstadt und Regierungssitz.
Von Lesebrille
Sehr geehrter Herr Buschmann,
abgesehen davon, dass Sie offensichtlich zum Artikel gar nichts zu sagen haben, weiss ich ja nicht, wen Sie mit diesem gebrüllten "wir" meinen. Ich möchte mich von Ihnen jedoch mit diesem "wir" nicht vereinnahmen lassen.
Vielleicht sollten Sie einfach mal mehr auf kobinet lesen. Hier beteiligen sich eine Menge sehr aktiver Leute. Marktschreierei braucht es also nicht.
Von Heinrich Buschmann
Einfach nur noch ein Skandal! Ich schäme mich wirklich ein Deutscher zu sein und eins ist gewiss: Meine Stimme wird 2017 nur der bekommen, der meine Interessen in Gänze in die Tat umsetzt und nicht nur heiße Luft seinen schönen Worten folgen lässt.
WIR sind viel zu leise......
Warum lassen wir uns das gefallen?
Menschen mit Behinderung in diesem Land wacht auf, wehrt Euch - ihr habt nichts zu verlieren als Eure Armut.
Dieser Staat sieht uns nicht als Menschen!
Für ihn sind wir nur ein Kostenfaktor!!
Es gibt Menschenrechte - ein Kostenvorbehalt ist dort nicht beziffert!
Liebe Grüße
Heinrich Buschmann
IDM - Stiftung