Barrierefreiheit im Öffentlichen Personennahverkehr kommt in NRW voran

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

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Bild: ht

Düsseldorf (kobinet) Mit Blick auf den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember begrüßt der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen, dass in diesem Bundesland zielgerichteter in die Barrierefreiheit von Bussen und Bahnen investiert werden soll. "Diese Verkehrsmittel sind gerade für Menschen mit körperlichen, seelischen oder geistigen Einschränkungen ein unverzichtbarer Bestandteil für Mobilität und somit für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben," heißt es dazu in der entsprechenden Presseinformation. Entsprechend positiv bewerten der VdK-Landesvorsitzende Horst Vöge in Düsseldorf das geplante Achte Gesetz zur Änderung des Gesetzes über den Öffentlichen Personennahverkehr.

Dieses Regelwerk sieht unter anderem eine Erhöhung der ÖPNV-Pauschale vor, mit der das Land die Finanzierung eines bedarfsgerechten Angebots in den Städten, Kreisen und Gemeinden sichert. Dieser Schritt ist angesichts der demografischen Entwicklung als unverzichtbar bezeichnet, denn schließlich lebten schon Ende 2015 knapp 1,8 Millionen schwerbehinderte Menschen in Nordrhein-Westfalen - Tendenz steigend. Ebenso sind ältere Bürger auf gut zugängliche und leicht benutzbare Busse und Bahnen angewiesen", machte Horst Vöge deutlich.

Darüber hinaus greift der Gesetzentwurf die Vorgabe der UN-Behindertenrechtskonvention auf, Betroffene und deren Interessenvertreter unter anderem bei der Erstellung von Nahverkehrsplänen frühzeitig und aktiv einzubeziehen. Infolgedessen können in Zukunft Fahrgäste mit Bewegungs- oder Sinnesbeeinträchtigungen gegenüber den Verkehrsunternehmen und Kommunen auf pragmatische und praxisgerechte Lösungen drängen, so der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen und lehnt eine Aufweichung der Vorschriften zur Beteiligung der Organisationen für Menschen mit Behinderung, wie sie aktuell von kritischen Stimmen gefordert wird, ab.