Teilhabebericht zeigt massiven Handlungsbedarf
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: Katrin Werner
Berlin (kobinet) Katrin Werner, die behindertenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, weist in einer Presseinformation darauf hin, dass der Teilhabebericht der Bundesregierung massiven Handlungsbedarf aufzeigt. "Menschen mit Behinderungen haben ein höheres Armutsrisiko, sie sind häufig von einem gleichberechtigten Zugang zur Gesundheitsversorgung ausgeschlossen und sie sind Diskriminierungen im Bildungssystem ausgesetzt", so Katrin Werner.
Zu diesen und anderen Schlüssen komme der "Teilhabebericht der Bundesregierung über die Lebenslagen von Menschen mit Beeinträchtigungen“, der im Januar veröffentlicht wurde. "Daraus ergibt sich aus unserer Sicht massiver Handlungsbedarf. In einer Kleinen Anfrage fragen wir die Bundesregierung nach politischen Konsequenzen", so Katrin Werner. "Der Teilhabebericht macht deutlich, dass es zur gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe von allen Menschen in allen Lebenslagen und –phasen noch ein weiter Weg ist. In manchen gesellschaftlichen Bereichen sind sogar Verschlechterungen zu verzeichnen. Das kürzlich verabschiedete Bundesteilhabegesetz wird hier keine großen Verbesserungen mit sich bringen, daher sind weitere Maßnahmen zur Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen dringend notwendig."
Link zur Anfrage: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/113/1811314.pdf

Von Annika
Ich frage mich, was ja auch in dem Bericht steht, warum so wenige Kinder nach wie vor an Regelschulen sind (34%) obwohl es ihnen nicht mehr verwehrt werden kann und möchte meine Erfahrung kurz mitteilen: der Besuch der Regelschule bedeutet für mich/meinen Sohn, dass ich jedes Jahr einen neuen intensiv begründeten Antrag stellen muss, damit er einen Schulbegleiter erhält (obwohl klar ist, dass er immer jemanden braucht). Genehmigt wir mir dann (mit Hängen und Würgen) nur die Unterrichtszeit - sprich der Vormittag, während heute für viele Kinder die Ganztagsschule normal ist. Wenn der Schulbegleiter dann krank ist, kann mein Sohn nicht in die Schule. Ebenso muss der Schulbegleiter frei machen, wenn mein Sohn krank ist (d.h. er kann nichts verdienen). Zudem kommen weitere Zeiten, wenn der Unterricht ausfällt, weil Lehrer krank sind, was bei Grippewellen öfter vorkommt. Für Eltern sind das Nachteile, Umstände, die nicht jeder haben will und kann. (Für die, die den Job machen auch.) Hier muss man stärker untersuchen, wo die Gründe liegen, warum nicht mehr Kinder in Regelschulen sind, und die Hindernisse (z.B. die zermürbende Bürokratie) beseitigen.
Das zweite, was mir eigentlich auch klar ist, dass 25% nicht mal einen Ausflug gemacht haben, konnte ich erfahren als mir eine Frau im Rollstuhl, die in einem Wohnheim lebt, erzählte, sie würde so gerne mal mit jemandem einkaufen gehen. Es gibt dort weniger Fahrzeuge oder Betreuer als früher, sowas zu unternehmen und die Kilometer sollten auch noch bezahlt werden. D.h. im Endeffekt findet nichts statt.
Trotz mancher Fortschritte in der Gestzgebung hat sich für diese Menschen vieles verschlechtert!
Von Ernst
Erst wenn das Papier unlesbar geworden ist wird man begreifen, welchen Schaden man angerichtet hat, mit dem Verlust der Glaubwürdigkeit.
Von Tomtom
Na welch eine Erkenntnis . Haben die alle den Bericht der UN-Komission zur Umsetzung der BRK nicht gelesen ? Da wurde das doch Alles schon beim Namen genannt . Aber das ist typisch PolitikerInnen , BlaBlaBla , so tun , als würde man das Rad neu erfinden und hat davor Nichts von Nix gewußt . Wie singt ein Jürgen von der Lippe ?: " Ich hätt so gern ein Luftgewehr...." ! Ja! Ode so was ähnliches ! ....