BSK sieht unabhängige Patientenberatung gefährdet

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

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Bild: BSK

Krautheim (BSK / kobinet) Mit Bestürzung und Unverständnis hat der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter zur Kenntnis genommen, dass der Träger der Unabhängige Patientenberatung Deutschland – UPD gGmbH, die Sanvartis GmbH und die dahinter stehende Sanvartis Group GmbH mit Sitz in der Schweiz in die neu gegründete Careforce Sanvartis Holding GmbH eingegliedert worden ist.

Diese wiederum hat alle Anteile der bisherigen Careforce-Gruppe übernommen und eine neue Sanvartis Group GmbH mit Sitz in Duisburg gegründet. Die Careforce Unternehmensgruppe rekrutiert zum großen Teil Pharmareferentinnen und Pharmareferenten und bildet sie fort. Bei der Ausschreibung zur Unabhängigen Patientenberatung Deutschland mussten gesetzliche Mindestanforderungen hinsichtlich Unabhängigkeit und Neutralität der Anbieter erfüllt werden. Das war schon bei der Sanvartis GmbH hoch umstritten und ist es jetzt bei dem neuen Gesellschafter der UPD noch mehr. Eignung und die Gemeinnützigkeit stehen in Frage. Offensichtliche Interessenkonflikte können sich zu Lasten der ratsuchenden Patienten auswirken.

Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) reagiert jetzt mit einem Schreiben an den Gesundheitsausschuss und die behindertenpolitischen Sprecher sowie den Patientenbeauftragten der Bundesregierung. „Wir erwarten jetzt eine schnelle Aufklärung durch das Parlament und eine gesetzliche Neuregelung, die eine zuverlässige, vertrauenswürdige und unabhängige Patientenberatung vorsieht“, betont Andrea Fabris, Referentin für Gesundheits- und Sozialpolitik im BSK in diesem Zusammenhang.