Singer-Laudator sagt ab
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: Andreas Schütt
Berlin (kobinet) Ein Singer-Laudator will angeblich nicht an der geplanten Ehrung von Peter Singer morgen in der Berliner Urania teilnehmen. Michael Schmidt-Salomon nannte im Humanistischen Pressedienst als Grund ein aktuelles Interview mit Singer, das die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) gestern veröffentlichte und auf das auch das Aktionsbündnis "Kein Forum für Peter Singer" heute in seiner Pressemitteilung hingewiesen hat.
Singer habe Positionen vertreten, "die meines Erachtens nicht nur im Widerspruch zu einem humanistisch-emanzipatorischen Politikverständnis, sondern auch im Widerspruch zu seinen früheren Standpunkten stehen“, meint der Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung zum Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung. „In dieser Situation muss ich die Reißleine ziehen, denn ich kann keine Laudatio auf einen Preisträger halten, bei dem ich nicht einschätzen kann, welche Positionen er tatsächlich vertritt.“

Von Gerti
Das ich das noch erleben darf: der (nunmehr Ex-)Laudator Schmidt-Salomon distanziert sich von P. Singer.
Jetzt müssen die anderen Laudator/innen ebenfalls Farbe bekennen und handeln.
Und wie ist es mit den Gästen (die als Zuschauer/innen in den Reihen sitzen) des 'Ehren'abends? Hat da schon jemand seine Eintrittskarte an den Urania e.V. zurückgegeben?
Dennoch: (Kranken)versicherungen, Körperschaften öff. Rechts, *rechnen* schon jetzt, wie P. Singer allen öffentlich vorrechnet. Nur, dass in den genannten Krankenkassen dieses a-humanistische Rechnen zu Gunsten der Gewinne der Krankenkassen (Körperschften öff. Rechts) von den Politiker/innen in Deutschland begrüßt wird.
Am Dienstag, den 26. Mai 2015 wird von vielen derjenigen, die gegen Singer vorgehen werden, doch auch nicht gering geheuchelt.